Die LPS als komplettes Zusatzbatteriesystem

Aus einem Fahrzeug ein Sonderfahrzeug zu machen, welches als mobiler Arbeitsplatz auf der Straße fungiert, ist eine komplizierte und meist teure Angelegenheit. Oftmals muss der komplette Innenraum umgestaltet und auf den jeweiligen Zweck eines Fahrzeugs angepasst werden.

Dies stellt an die Planung der Fahrzeugelektrik hohe Anforderungen. Sowohl Arbeitsplätze als auch die Fahrzeuge selbst werden immer elektrischer, die Verdrahtungen aufwendig und komplex.

Deswegen hat die LEAB Automotive GmbH zusammen mit ihrem dänischen Partner Clayton Power eine Systemlösung entwickelt, die alle Komponenten eines Zusatzbatteriesystems in einem Gehäuse versammelt: Die Lithium-Power-Supply, kurz LPS.

Technische Daten der LPS

 

Das lediglich 26 - 28 Kilo schwere Gerät (je nach Ausstattung) liefert Strom für 230-Volt-Verbraucher, bietet aber auch einen Steckplatz für 12-Volt-Geräte – ideal also für den Einsatz in Fahrzeugen.

Geladen werden kann die LPS über eine herkömmliche Lichtmaschine. Außer dem Anschluss des Ladekabels an der Starterbatterie braucht nichts getan werden, um ein vollwertiges Zweitbatteriesystem in einem Fahrzeug zu verbauen – alles steckt bereits in dem kleinen grauen Gehäuse: moderne Lithium-ionen-Akkus, ein Batteriemanagmentsystem, dass vor Überladung und Tiefentladung schützt und ein Ladebooster, der die LPS Euro-6-kompatibel macht. Das macht den Einbau gegenüber konventionellen Systemen einfach und vor allem zeitsparend.

Aber nicht nur als Systemlösung ist die LPS wegweisend, auch die verbauten Komponenten entsprechen hohem technischen Standard. Die Lithium-Technologie sorgt für eine schnelle Nachladung der Akkus: Bereits nach 30 Minuten Fahrt ist eine vollständig entleerte LPS bereits wieder zu einem Drittel geladen und voll nutzbar.

Angezeigt wird der Ladestand und die voraussichtliche weitere Nutzungsdauer der LPS durch ein Display an der Vorderseite des Gehäuses. So ist man vor bösen Überraschungen geschützt.

Leistungsdaten der LPS

Wie lange sich die LPS ohne Ladung nutzen lässt, ist abhängig von der Wattzahl der Verbraucher und der Ausstattungsvariante der LPS. Sie haben drei Möglichkeiten: Die LPS 1212 mit 60 Amperestunden, die LPS 1512 und die 2512 mit jeweils 100 Amperestunden Kapazität. In der Spitze ist eine Abnahme von 2000 Watt (LPS 2512) über einen längeren Zeitraum möglich, für sehr kurze Zeit sind sogar 2500 Watt möglich.

Lässt man den Automotor laufen und arbeitet der Ladebooster ist für Geräte bis 1000 Watt ein Dauerbetrieb möglich.

Dabei arbeitet die LPS vollkommen geräuschlos, durch die Ladung über 230V Netzeinspeisung bzw. durch die Lichtmaschine spart man gegenüber normalen Stromerzeugern und Generatoren CO2. 

Häufig gestellte Fragen:

 

Was kostet die LPS?

Je nach Variante liegt der Listenpreis bei EUR 2213,40 bis EUR 3153,50. Bestellmöglichkeiten finden Sie hier.

 

Welche Komponenten sind in der LPS verbaut?

  • eine 60 bzw. 100 Ah LiFePo4-Batterie
  • ein 45 Ampere Ladebooster zur Ladung während der Fahrt (Euro-6-kompatibel)
  • ein 50 Ampere Ladegerät zur Ladung über Netzeinspeisung
  • ein Wechselrichter, je nach Variante mit einer Dauerleistung von 1000 bis 2000 Watt
  • ein Batteriemangementsystem
  • alle Ein- und Ausgänge sind normkonform abgesichert

 

 Wie wird die LPS im Fahrzeug angeschlossen?

Die LPS wird mit 16qmm Leitungen von dem grauen Anderson-Stecker direkt an die Starterbatterie angeschlossen (Achtung: Keinen Diodenverteiler verwenden!). In die Plusleitung muss eine Sicherung von 80A eingearbeitet werden. Des Weiteren muss eine Signalleitung, 1qmm, mit einer KFZ Sicherung, ca. 1-3A, von dem D+ Anschluss des Fahrzeuges (Klemme 61 oder Klemme 15) an den PIN9 des D-SUB Steckers angeschlossen werden.

 

Welche Voraussetzungen brauche ich, um eine LPS anzuschließen?

Die Starterbatterie sollte, wenn möglich, eine Kapazität von mehr als 80Ah haben. Je nachdem wie sauber das D+ Signal des Fahrzeuges ist, kann es unter Umständen zu einer kurzzeitigen Entladung der Batterie kommen.

Die Lichtmaschine muss ebenfalls entsprechend dimensioniert sein. Bei kleineren Lichtmaschinen muss die DC Ladung eventuell gedrosselt werden. Wichtig ist auch, dass die Spannung der Lichtmaschine ausreichend ist und nicht einbricht.

 

Kann ich die LPS selber anschließen?

Wir raten, den Einbau und die initiale Verkabelung der LPS von einer Fachkraft durchführen zu lassen. Wir unterstützen Sie gerne bei der Suche nach einer qualifizierten Werkstatt.

 

Wird die Starterbatterie von der LPS entladen?

Nein. Die LPS wird nur geladen, wenn die Spannung der Starterbatterie hoch genug ist. Diese Spannungsgrenze liegt in den Grundeinstellungen bei 13,8V. Es ist möglich, diese Grenze herunterzusetzen. Des Weiteren kann eingestellt werden, dass die LPS nur lädt, wenn das Signal an PIN9 anliegt.

Kann ich mit der LPS einen Notstart durchführen, wenn meine Starterbatterie entladen ist?

Ja, es wird allerdings ein zusätzliches Bauteil benötigt: ein CDR. Das CDR wird zwischen DC Aus- und Eingang (Plusleitungen) angeschlossen. Die blaue und schwarze Leitung des CDR wird an den PIN 6 angeschlossen. Mit dem CDR wird der unidirektionale Booster der LPS überbrückt, so dass bei Aktivierung des Jumpstarts die Starterbatterie durch die LPS geladen wird.

 

Kann die Kapazität der LPS erweitert werden?

Ja, grundsätzlich ist es möglich, die Kapazität der LPS zu erweitern. Die Kapazität wird entweder mit einer zweiten LPS oder einer zusätzlichen Lithium-Batterie erweitert. Die Erweiterung wird an den DC Ausgang angeschlossen. Es muss unbedingt eine Lithium Batterie mit integriertem BMS sein und diese muss in dem selben Spannungsbereich wie die LPS arbeiten. Wir empfehlen, nur die LEAB Lithium Batterie einzusetzen. Nur so ist eine einwandfreie Funktion garantiert.

 

Kann die Wechselrichterleistung erhöht werden?

Nein.

 

Kann die LPS an ein EBL angeschlossen werden?

Prinzipiell ja. Wenn das EBL allerdings ein Ladegerät enthält, sollte die Starterbatterie nicht angeschlossen werden. Die LPS kann DC-Seitig an den Wohnraumbatterie-Anschluss angeschlossen werden. PIN 9 kann an dem Batterietrennrelais (bzw. dem D+ Stützpunkt) des EBLs angeschlossen werden.

Achtung: Wenn eine Schaudt-Kontrolltafel verwendet wird, muss auf den Typ geachtet werden. Die DT202 enthält einen Überspannungsschutz, welcher ab 14,8V das System abschaltet. Es ist also die DT203 (bis 15,4V) zu verwenden.

 

Kann ich Solarzellen/Brennstoffzellen an die LPS anschießen?

Eine Solaranlage oder eine Brennstoffzelle wird über einen geeigneten Laderegler an den DC-Ausgang der LPS angeschlossen. An den DC Ausgang deshalb, weil der DC Eingang mindestens 600W benötigt um durchzuschalten.

 

Kann ich über die Netzeinspeisung für die LPS die Starterbatterie mitladen?

Ja. Es muss ein zusätzliches Ladegerät verwendet werden um die Starterbatterie über 230V zu laden. Hierfür muss vor der LPS eine Verteilung sowie eine Absicherung erfolgen. Verwendet werden kann hierfür eine PCM (Art. 1501038055) und ein Champ Ladegerät (Art. 0101043880).

 

Was passiert, wenn die LPS defekt ist?

Einzelkomponenten können nicht getauscht werden. Im Falle eines defekten Gerätes innerhalb der Garantie wird das komplette Gerät ausgetauscht. 

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