Ladegeräte und Ladekennlinien

Hier heißt es genau hinschauen: Denn wenn es um das Laden von Zusatzbatterien in Fahrzeugen geht, ist Ladegerät nicht gleich Ladegerät. Wer seine Batterien schonend und exakt nach Herstellervorgaben wieder mit Energie füllen will, muss das Ladeprogramm individuell auf die Batterie anpassen. Bei LEAB verfügen Ladegeräte deshalb über IUoU-Kennlinien. Damit eignen sie sich nicht nur für alle gängigen Typen von Batterien, sondern sind auch für die dauerhafte Erhaltungsladung geeignet.

Lebensdauer und Verlässlichkeit nur bei exakter Ladung

Die Ladung einer Zusatzbatterie geschieht in den meisten Fällen über eine Außeneinspeisung von 230 Volt. Diese haushaltsübliche Spannung wird in das Ladegerät gespeist und dort in eine 12-, 24- oder 48-Volt-Spannung gewandelt. Je nach Typ der Zusatzbatterie (z. B. Bleibatterie oder Lithium-Ionen-Batterie) sind dann jedoch unterschiedliche Ladekennlinien nötig, um die Batterien möglichst schonend zu laden.

Was ist eine Ladekennlinie?

Eine Ladekennlinie, oder auch Ladeverfahren, beschreibt nichts anderes als die unterschiedlichen Arten der Steuerung von Strom und Spannung beim Laden einer Batterie. Primär geht es immer erstmal um eine vollständige Aufladung. Darüber hinaus ist die Ladekennlinie ein Faktor bei der Pflege der Batterie und beim Erhalt des Ladezustands. Je nach Batterietyp müssen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz kommen.

Die Ladegeräte der ABC-Baureihe von LEAB verfügen beispielsweise über 15 verschiedene Ladekennlinien, somit können die Geräte in Bezug auf Spannung, Strom und Kapazität sehr fein auf die zu ladende Batterie eingestellt werden. Dies ermöglicht eine bestmögliche Ladung und sorgt somit für eine maximale Lebensdauer der Batterie.

Ladegerät abc 1220

Unsere Ladegeräte der ABC-Baureihe können exakt auf die zu ladende Batterie eingestellt werden.

Was sind IUoU-Kennlinien?

Ladegeräte mit einer IUoU-Kennlinie sind im Gegensatz zu Standard-Ladegeräten in der Lage, nach dem normalen Ladevorgang zusätzlich auf Erhaltungsladung zu schalten. Dafür funktionieren sie anfangs wie üblich, einer Phase mit konstantem Strom folgt eine Phase mit konstanter Spannung. Die anschließende Erhaltungsladung sorgt dafür, dass dem Effekt der Selbstentladung der Batterie entgegengewirkt wird. So können beispielsweise Bleibatterien dauerhaft geladen werden.

Heiß oder kalt: Ist die Temperatur ein Thema beim Laden?

Auf jeden Fall: Die angegebene Ladespannung einer Batterie bezieht sich immer auf eine Ladung bei Raumtemperatur. Bei niedrigen Temperaturen wird jedoch eine höhere Ladespannung benötigt, um den gleichen Effekt zu erzielen und die nun schwächere Batterie vollständig aufzuladen.

Bei hohen Temperaturen, z. B. im Sommer und/oder bei direkter Sonneneinstrahlung, nimmt die Batterie weniger Ladung auf und beginnt früher zu gasen. Daher sollte hier die Ladespannung reduziert werden, um eine schonende Ladung zu gewährleisten und unnötiges Gasen zu verhindern.

Wann ist der Einsatz von Temperatursensoren sinnvoll?

Der Einsatz von Ladegeräten mit Temperatursensoren ist immer dann sinnvoll, wenn Fahrzeuge auch im Freien oder nicht klimatisierten Hallen geladen werden sollen. Nur so kann eine lange Lebensdauer der Batterie und die Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs gewährleistet bleiben.

Wann zusätzliche Spannungssensoren genutzt werden sollten

Nicht immer ist eine Montage des Ladegerätes in der Nähe der Batterie möglich (wie Einbauladegeräte diese Problem umgehen, erklären wir weiter unten im Artikel). Daher gilt es, im Hinterkopf zu behalten, dass mit zunehmender Leitungslänge der Spannungsfall ebenfalls zunimmt und die Batterie unter Umständen nicht mehr ausreichend geladen wird. Um dies zu verhindern, können kombinierte Temperatur- und Spannungssensoren eingesetzt werden. Sie überwachen zusätzlich zur Umgebungstemperatur die Spannung direkt an den Batteriepolen und heben bei Bedarf die Spannung entsprechend an. So wird der Verlust kompensiert und eine bestmögliche Ladung ermöglicht.

Was passiert bei Einsatz eines falschen Ladegeräts oder dem Laden ohne Kennlinie?

Verschiedene Batteriearten haben unterschiedliche Anforderungen an die Ladung. Ist die Ladespannung für die Batterie zu hoch, findet eine Überladung statt. Die Batterie beginnt zu kochen und gast aus, was zu einem verfrühten Ausfall führt.

Ist die Ladespannung zu niedrig, wird die Batterie nicht voll geladen. Dies äußert sich zunächst durch verringerte Kapazität und somit kürzere Laufzeit. Außerdem sulfatiert die Batterie, Bleisulfat-Kristalle lagern sich auf den Bleiplatten ab. Dies führt zu einer schlechteren Reaktionsfähigkeit und mit der Zeit zu einem dauerhaften Leistungsverlust bis hin zum Ausfall der Batterie.

Daher ist es wichtig, bei der Auswahl des Ladegerätes darauf zu achten, dass das Gerät auch für die zu ladende Batterie geeignet ist.

Wie wähle ich das richtige Ladegerät für meine Batterie? Eine Faustformel

Um Ihre Batterien optimal zu laden, sollte der Ladestrom zwischen 10 % und 30 % der Kapazität liegen. Für eine Batterie mit einer Kapazität von 100 Ah gilt also: 10 A bis 30 A Ladestrom. Wenn während des Ladevorgangs zusätzlich Verbraucher versorgt werden müssen, erhöht sich der Bedarf entsprechend. Doch dies ist nur eine grobe Einschätzung. Lassen Sie sich, wann immer möglich, durch Expertinnen und Experten beraten, um gezielt und mit Garantie das optimale Ladegerät zu erhalten.

Wieso lohnt es sich, das Ladegerät ins Fahrzeug einzubauen?

Der Festeinbau von Ladegeräten in Fahrzeuge hat gleich mehrere entscheidende Vorteile gegenüber einer klassischen externen Installation in der Fahrzeughalle.

  • Kein Spannungsverlust
    Lange Leitungswege, z. B. durch eine Installation des Ladegeräts unter der Hallendecke und/oder Verwendung eines Spiralkabels, führen zu einem hohen Leitungswiderstand und somit zu einem Spannungsfall zwischen Ladegerät und Batterie. Mangelhafte Ladung, Sulfatierung und letztendlich ein verfrühter Ausfall der Batterie sind die Folge. Einbauladegeräte hingegen können in der Nähe der Batterie verbaut werden, so dass dies kein Problem mehr darstellt.

  • Höhere Leistung
    DC-Steckverbindungen sind oft nur bis 16 Ampere zugelassen. Eine 230-V-Einspeisung kann bei 16 Ampere im Gegensatz zu 24 Volt nahezu die 10-fache Leistung übertragen, so dass auch leistungsstarke Ladegeräte im Fahrzeug ohne Probleme versorgt werden können.

Beratung und Bestellung

Wenn Sie weitere Fragen haben oder wir Sie zu passenden Ladegeräten beraten dürfen, kontaktieren Sie uns. Unsere Expertinnen und Expterten helfen gerne weiter und finden für Sie und Ihre Batterien das beste Setup.

Kontakt